Bundesland im Nordosten Brasiliens gelegen, etwa von der Größe Frankreichs und mit über tausend Kilometer Atlantikküste. Die Hauptstadt Salvador da Bahia de todos os Santos war die erste Hauptstadt Brasiliens und in ihrer Blütezeit die größte Metropole südlich des Äquators. Bahia, früher wirtschaftliches Rückgrat der portugiesischen Kolonie, gehört heute zum “Armenhaus“ Brasiliens. Hier treten die Unterschiede zwischen arm und reich, fast immer gleichbedeutend mit schwarzer und weißer Hautfarbe, besonders deutlich zu Tage. Und vielleicht ist Bahia gerade deshalb das unumstrittene Zentrum afro-brasilianischer Kultur, Musik und Religion.
Eine kleine Reise gefällig?
“Das Volk ist stärker als die Armut…Auch wenn das Überleben vor lauter Schwierigkeiten und Grausamkeiten fast unmöglich erscheint, das Volk lebt, kämpft, lacht, gibt nicht auf. Sie machen ihre Feste, tanzen ihre Feste, singen ihre Lieder und lachen ihr befreites Lachen.”
Jorge Amado
Bahia - Wiege Brasiliens und doch erscheint es heute Besuchern und Brasilianern gleichermaßen einzigartig, so verschieden vom Rest Brasiliens. Die Uhren ticken hier anders, mal schneller – beim Feiern- mal langsamer – beim Arbeiten – wie böse Zungen behaupten.
Tatsächlich gibt es ein Sprichwort, das besagt :“In Bahia wird soviel gefeiert, daß keine Zeit mehr zum Arbeiten bleibt.“ Was nicht weiter verwundert, denn hier werden nicht nur die meisten Feste gefeiert, sondern sie dauern auch noch am längsten.
Eines dieser Feste ist der Straßenkarneval in Salvador, der Hauptstadt Bahias, übrigens der größte Karneval der Welt, aber dazu später mehr…
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