Die Geschichte der Verschiffung der Sklaven von Afrika nach Brasilien
Im 14. und 15. Jahrhundert stieg Portugal zur führenden Handels- und Seemacht auf und erwarb u.a. Kolonien in Brasilien und Afrika, von Anfang an waren die Portugiesen die Pioniere im Sklavenhandel. Mit Beginn der Plan-tagenwirtschaft in Brasilien erreichte der Sklavenhandel zwischen Afrika und Brasilien enorme Ausmaße.
Bereits 1481 wurden an der Küste Westafrikas die ersten Forts errichtet. Dies war den Portugiesen allerdings nur durch Überredung der Afrikanischen Herrscher und durch Geschenke möglich. Doch schon bald befanden sich zahlreiche Forts und Handelsfaktoreien in Angola, im Kongo, in Ghana und sogar in Mosambik an der Ostküste Afrikas.
Da sich die Macht der Portugiesen zum größten Teil auf die Küstenregion be-schränkte, mussten sie mit afrikanischen Zwischenhändlern zusammen-arbeiten. Gegen Tausch von beliebten Waren, wie Alkohol und Schusswaffen, waren diese aber durchaus dazu bereit, ihre eigenen Landsleute zu kidnappen und an die Portugiesen zu verkaufen. Für Angola wurde der Handel mit Sklaven sogar zur wirtschaftlichen Grundlage.
Es wurden regelrechte Sklavenjagden veranstaltet, bei denen oft Hunderte von Afrikanern gefangen genommen wurden. Aneinandergekettet wurden sie in großen Märschen zur Küste geführt und dort in die Verliese der Sklavenhändler gesteckt. Dort warteten sie bis zur Verschiffung.
Die Ketten, die den Sklaven am Tag ihrer Gefangennahme angelegt wurden, nahmen sie bis zu ihrem Tod nicht mehr ab…
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