1492 entdeckt Kolumbus die “neue Welt”. 1494 wird Brasilien im Vertrag von Tordesillas den Portugiesen als Kolonie zugesprochen. Pedro Alvares Cabral landet 1500 als erster Portugiese an der brasilianischen Küste (bei Porto Seguro, heutiger Bundesstaat Bahia). In den 30er Jahren des 16. Jahrhunderts werden erste portugiesische Siedlungen gegründet. Bereits 1538 werden die ersten afrikanischen Sklaven nach Brasilien verschleppt.
Anfänglich wurden neben ehemaligen Einwohnern Afrikas auch brasilianische Ureinwohner versklavt. Davon kam man aber (nicht zuletzt durch Zutun der Jesuiten) mehr und mehr ab, weil diese sich als schlechte Arbeitskräfte erwiesen. Einerseits waren sie wenig widerstandsfähig, andererseits neigten sie eher zur Flucht, da sie sich im Hinterland (dort vor allem im Urwald) sehr gut auskannten.
Vorsichtigen Schätzungen zufolge sollen in den 400 Jahren des Sklavenhandels 3,6 Millionen Menschen aus Afrika nach Brasilien entführt worden sein. Viele starben schon auf der Überfahrt, sei es an Unterernährung, sei es an Krankheiten. Wie Sardinen wurden sie auf engstem Raume im Inneren der Schiffe zusammengepfercht, um möglichst große Profite herausschinden zu können. Eine solche Überfahrt konnte bis zu zwei Monate dauern.
Die bedeutendsten Sklavenmärkte befanden sich auf brasilianischem Boden in Salvador (Bundesstaat Bahia), Recife (Pernambuco) und Rio de Janeiro (gleichnamiger Bundesstaat). Der Sklavenhandel bildete über 4 Jahrhunderte das Rückgrat der bahianischen Kolonialwirtschaft…
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